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Wie Trauer, Beileid und Mitgefühl mit einer Trauerkarte ausdrücken?

Inspiration: Formulierungs-Vorschläge für Ihre schriftliche Kondolenz.
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Kondolieren: Entdecken Sie Zitate bedeutender Persönlichkeiten.

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Trauerlyrik 8

Sprüche und Gedichte für eine Trauerkarte oder eine Zeitungsannonce


Symbolbild: Verwelkende Pflanze

Der Igel und die Fledermaus

Die Fledermaus dreht ihre Runden
zum vollen Glas mit Rotem.
Still ist der Abend,
warm ist der Garten.

Von der Tages Hitze müde,
läßt die Birke ihre Zweige hängen.

So auch die Frau in ihrem Krankenbett.

Die Kraft ist hin.
Das Leben geht den letzten Gang.

Im Dämmer huscht ein Igel,
seltsames Gebild.
Wem wären Stacheln eingefallen?

Wie gerne hätt ich solche,
das Elend abzuwehren, das im Hause umgeht.

Kopf rein und Stacheln raus und warten,
bis es vorüber ist, dann weiter.
(aber wie?)

Noch immer dreht die Fledermaus, die kleine,
lautlos ihre Runden,
ein fremder, treuer Gast.

Fledermaus,
Im Dunklen findst du deinen Weg,
ach könnt ichs auch.

Uns Alten fliegen Fledermäuse,
den Jungen die Schwalben.

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An meinem Grabe

Da steht ihr nun, wollt mich betrauern
ihr glaubt, dass ich hier unten bin:
ihr mögt vielleicht zunächst erschauern -
doch schaut einmal genauer hin.

Ich bin nicht hier - wie ihr vermutet,
mein Körper mag hier unten sein,
doch während die Musik noch tutet
bin ich schon lang nicht mehr allein.

Seht ihr die Blätter dort im Wind?
Es sind sehr viele - sicherlich -
doch achtet drauf wie schön sie sind;
und eins der Blätter - das bin ich.

Seht die Wolken am Himmel ziehen,
schaut ihnen zu und denkt an mich,
das Leben war doch nur geliehen,
und eine Wolke - das bin ich.

Die Schmetterlinge auf der Wiese,
perfekt erschaffen - meisterlich,
ich bin so fröhlich grad wie diese,
und einer davon - das bin ich.

Die Wellen, die vom Bach getragen,
erinnern sie vielleicht an mich?
Ihr müsst nicht lange danach fragen:
denn eine Welle - das bin ich!

Blumen erblühen in all ihrer Pracht
die Rose und selbst der Wegerich,
und alle sind für euch gemacht
und eine Blume - das bin ich.

Ich möchte nicht, dass ihr jetzt trauert,
für mich wär das ganz fürchterlich.
Tut Dinge, die ihr nie bedauert:
Denn Eure Freude - das bin ich!

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Abschied

Verzerrt durch Raum und Zeit
spüre ich ein Seufzen
und höre deine Stimme,
die den schwarzen Vogel ruft,
am Fenster zur Unendlichkeit.

Schon schwebt er sanft herein,
läßt sich bei dir nieder
und schaut dich wartend an.
Du nickst ihm dankbar zu
und fühlst dich nicht allein.

Dein Tod kommt ohne Schmerzen,
ich seh dich darauf warten
und deinen Blick zurück.
Der Zeitpunkt paßt,
du gehst mit leichtem Herzen.

Ich hebe noch zum Gruß die Hand,
hör dein erlöstes Lachen.
Du fliegst an mir vorbei
und folgst jetzt deiner Lebensspur
in ein anderes Land.

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An mein geliebtes Kind Eva

Wo magst Du jetzt wohl sein, mein Kind?
Im Paradies?
Im Himmel droben?
Bist Du gar dort, wo Englein sind?
Nachts bei den Sternen oben?

Kannst Du mich seh'n?
Spürst Du den Schmerz?
Kannst meine Not Du spüren,
die ganz tief drinnen sitzt im Herz?
Kann Deine Seele mich berühren?

Wo war Dein Schutzengel, mein Kind?
Wo war er nur in dieser Nacht?
Ward er hinfortgeweht vom Wind?
Schlief er sogar, hielt' keine Wacht?

Die Worte fehlen mir, zu sagen
wie Du mir fehlst, wie groß die Pein.
So hoff' ich drauf: nach vielen Tagen
werd' ich für immer bei Dir sein.

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Lebenstanz

Durch Herbstsonne
goldgelb getünchtes Blatt
lass dich los,
lass dich fallen!

Gib dich hin
der Aufforderung
des Windes,
der dich führt
zum letzten Tanz
deines Lebens.

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Egal wo ich bin, egal wo ich war,
ich sah dein Gesicht es war immer da.
Nun bist du gegangen, auf ewig fort,
- an einen schöneren, seeligen Ort.
Hörst mich da, wenn meine Seele nach dir weint,
wenn sie schmerzt und aus ganzer Kraft schreit?
Siehst du mein Herz wie es beginnt zu zerbrechen,
wie es dich vermisst und dein heiteres Lächeln?
Doch ich muss hier verbleiben,
und hoffe du wartest auf mich,
denn wir werden uns bald sehen,
- dies ist ein Versprechen an dich.

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Was man nicht verhindern kann, ist,
dass geliebte Menschen uns irgendwann verlassen.
Aber man kann verhindern,
dass sie in Vergessenheit geraten, irgendwann.

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Der Ruf dem er folgt,
war die himmlische Gnade aus dem Portal,
durch das er als Engel schreiten
und Dich von dort aus fortan liebevoll begleiten wird.

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